Neue Arbeitswelt im HRS Headquarter Köln

Gerade erschienen in der AIT Ausgabe 04/18

"Arbeitsplätze müssen den Prozessen des Unternehmens dienen und nicht umgekehrt.“, zitiert die AIT Monika Lepel aus einem Interview, in dem sie zusammen mit unserer Projektleiterin Karen Höfer verrät, welche Intention unser Konzept für HRS verfolgt und welche Ansprüche moderne Büros heutzutage erfüllen sollten. Das Interview führte die Kommunikationsabteilung von HRS mit den beiden Innenarchitektinnen von Lepel & Lepel und ist hier erstmals in voller Länge zu lesen.

 

Was erwartet die Mitarbeiter in dem neuen Headquarter?

Karen Höfer: Ein innovatives Bürogebäude mit neuen und flexiblen Arbeitswelten, dich sich an die Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen und auf diese reagieren.

Monika Lepel: Schon die enorme Eingangshalle bietet einen großen Auftritt für Mitarbeiter und Kunden und bildet die Identität des Unternehmens ab. Durch die strategische Anordnung von Büros, Meetingräumen und Teeküchen etc. wird die Kommunikation essentiell verbessert.

Wie ist die neue Arbeitswelt des Coeur Cologne aufgebaut und was ist das Besondere daran?

KH: Eine wichtige Rolle spielt der identitätsstiftende Faktor, den wir bei der Planung umgesetzt haben: „Die Welt zu Gast bei HRS“ und der internationale Flair, der sich auf allen Geschossen widerspiegelt. Während die erste Etage das Thema Nordeuropa mit kühleren Tönen wiedergibt, wir Nordamerika im Vintage-Stil abgebildet. Weiterhin bietet das Erdgeschoss als Schulungszentrum Platz für interne Zwecke, Firmenausstellungen und Historie sowie ein Auditorium z.B. für Konferenzen. In einem Future-Showroom sollen Kunden der HRS Group später neue Tools präsentiert werden.

Was sind Merkmale des Open-Space-Konzepts und welche Vorteile bringen diese für die Zusammenarbeit?

KH: Es gibt nicht mehr die typische Einzellenstruktur, sondern großzügige Flächen. Dadurch wird zusätzlicher Platz gewonnen, der für kommunikatives Arbeiten oder Projektarbeit genutzt werden kann. Zudem wird es mehr Rückzugsmöglichkeiten für die Mitarbeiter geben. Das Open-Space-Konzept des neuen Büros bietet den Vorteil, dass sich der Mitarbeiter Location und Mittel passend zum aktuellen Arbeitsprozess selbst aussuchen kann.

Wie sehen die Arbeitsflächen aus und wie sind die einzelnen Plätze ausgestattet?

ML: Jeder Mitarbeiter hat seinen eigenen festen Arbeitsplatz, der personalisierbar und z.B. höhenverstellbar ist. Es gibt 4er-oder 6er-Tischgruppen, die sich in der Nähe zum Lounge-Bereich bzw. der Teeküche befinden. Um eine optimale Raumakustik zu ermöglichen, wird es verschiedene Trennelemente auf und zwischen den Tischen geben. Zudem sind individuelle Stauräume geplant, um Unterlagen unterzubringen, sowie Spinte, wo man auch seine persönlichen Gegenstände abschließen kann.

Wohin können sich Mitarbeiter zurückziehen?

KH: Es gibt verschiedene Rückzugsmöglichkeiten in Form von sogenannten Think Tanks – Räumen in Räumen, die aus verschiedenen Modulen bestehen: Die halboffenen Kojen bestehen aus zwei Sitzen gegenüber und einem Tisch in der Mitte und eigenen sich beispielsweise, um persönliche Gespräche zu führen. Die Phonebooths sind geschlossene Räume, in die sich die Mitarbeiter zum Telefonieren oder konzentrierten Arbeiten zurückziehen können. Die Whiteboard-Flächen sind vor allem für kurzfristige und spontane Arbeiten prädestiniert. Diese Elemente gibt es an verschiedenen Orten, an denen sie strategisch gut funktionieren. Natürlich wird es zusätzlich auch Video- und Projekträume geben.

Welche Veränderungen brint die neue Arbeitswelt- und weise für die Mitarbeiter der HRS Group mit?

KH: Für die meisten wird das Open-Space-Konzept eine Veränderung sein – eine positive. Neu ist auch das papierlose Büro. Das heißt nicht, dass es gar keine Drucker mehr geben wird, aber durch die Digitalisierungsmöglichkeiten soll Zeit, Platz und Suchaufwand gespart werden, indem nur noch Dokumente ausgedruckt werden, bei denen es wirklich notwendig ist. Dieser Ansatz ist nicht nur umweltfreundlich, sondern erhöht auch die Flexibilität und Effizienz im Arbeitsalltag.

Inwiefern gibt die neue Büroarchitektur einen veränderten Blick auf Arbeitsformen und Hierarchien wieder?

ML: Das interessante an dieser neuen Art von Grundriss ist, dass man immer direkt mitten drin ist. Es gibt keine strenge Gliederung mehr. Führungskräfte etwa sitzen direkt bei ihrem Team. Die Zusammenarbeit steht klar im Mittelpunkt. Diese hochflexible Arbeitsumgebung ist auch eine Herausforderung für den Mitarbeiter. Sie fordert ihn auf,  zu überlegen: „Welche Aufgaben habe ich heute und wie und wo kann ich diese am besten realisieren?“ Dadurch wird das Ergebnis seiner Arbeit nochmal aufgewertet.

Die Art und Weise wie ein Raum aufgebaut und eingerichtet ist sagt viel darüber aus, wie in diesem gearbeitet wird – inwiefern trifft diese Aussage auf das Coeur Cologne zu?

ML: Wir haben den Anspruch heute zu planen, was morgen gebraucht wird – mit den Informationen von gestern. In der aktuellen Zeit ändern sich die Arbeitsweisen recht flott – deshalb haben wir die Architektur flexibel gestaltet. Gerade bei einem dynamischen Unternehmen wie der HRS Group ist das ein sehr wichtiger Aspekt. Die Projekträume sind z.B. so konzipiert, dass man den Tisch auch mal wegtragen und den Raum verändern kann, was zur Hands-on-Mentalität des Unternehmens passt.

Inwiefern hat sich das Arbeitsleben in den letzten Jahren verändert?

ML: Bei der Büroplanung geht es heute nicht mehr darum, einmal alles perfekt aufzustellen und dann unberührt zu lassen. Vielmehr sind Räume als Werkzeuge anzusehen, von denen auch mal ein Griff o.ä. ausgetauscht werden kann. Der HRS Werkzeugkoffer ist jetzt aber erstmal sehr gut ausgestattet!

 

Bitte beenden Sie den Satz: Das neue Headquarter der HRS Group steht für …

Monika Lepel:  … Kommunikation, Bewegung und Lebensfreude.

Karen Höfer:    … Internationalität, Weltoffenheit und internationales Design.

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