Plenarsaal Schloss Schwerin

Architektonische Neugestaltung historischer Konferenzsaal, 3. Preis Mehrfachbeauftragung

Bild für den Umgang mit Geschichte
Klare Kontur statt Prunkentfaltung
Die Konturen des historischen Saales werden wieder sichtbar gemacht. Statt einer historisierenden Rekonstruktion bleibt der Raumeindruck streng und diszipliniert. Spuren der Vergangenheit werden an Decke und Wänden vorsichtig in ein Gesamtbild integriert.

Goldenes Licht - Wärme statt Pracht
Die historische Identität des Raumes als „Goldener Saal“ interpretieren wir neu. Den Goldton weisen wir der Decken- und Lichtstruktur aus einem paillettenartigen Lichtnetz zu, das dem Raum eine angemessene Wärme, Strahlkraft und Komplexität verleiht. Das filigrane Deckensegel definiert und belebt die neue Mitte des Raumes durch seine amorphe, beschwingte Form. Der Boden und die festen Einbauten des Plenums werden in dem warmen, edlen Holz der Birne ausgeführt. Dieses Holz gibt dem Raum einen festen Halt und zeitlose Sicherheit.

Substanz und Funde
Bei weitgehender Reduktion auf die Kubatur des Raumes werden Funde von Strukturen und Spuren erhalten und zurückhaltend integriert. Saalwände erhalten eine warmtonige helle lasierende Oberfläche, die einen Gesamteindruck erlaubt und Differenzierungen ermöglicht. Auch neue, glatt eingefügte Reparaturen werden integriert.

Ort
Schwerin

Auslober:
Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin

Entwurf:
Reinhard Lepel Architekt BDA, Monika Lepel Innenarchitektin BDIA

Mitarbeiter: 
Christopher Frett, Andy Berner, Kathrin Grüning, Steffen Huss, Andres Payk

Raumakustik: 
ISRW - Institut für Schalltechnik, Raumakustik, Wärmeschutz/ Dr.-Ing. Klapdor GmbH, Düsseldorf

Lichtplanung: 
a.g Licht Gesellschaft beratender Ingenieure für Lichtplanung, Bonn 

Visualisierung:
HH Vision GmbH, Köln

Modellbau:
Karschunke Modellbau GmbH, Köln